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Landesfischereirecht · § 293 StGB
Aktualisiert Juni 2026

🎣 Darf ich ohne Angelschein angeln?

Nein
Kurze Antwort

In der Regel nein. Wer in Deutschland angeln will, braucht meist zwei Dokumente: einen Fischereischein (nach bestandener Fischerprüfung) und einen Fischereierlaubnisschein für das jeweilige Gewässer. Schwarzangeln (ohne Fischereischein) ist eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld; angeln ohne Erlaubnis des Gewässerbesitzers ist Fischwilderei nach § 293 StGB — bis zu 2 Jahre Haft. Einige Länder haben Ausnahmen (Touristenfischereischein, prüfungsfreies Friedfischangeln).

📋 Die Regeln

  • Meist nötig: Fischereischein (nach Prüfung) und Fischereierlaubnisschein fürs Gewässer
  • Den Fischereischein gibt es nach Vorbereitungskurs und Fischerprüfung beim Ordnungsamt
  • Ohne Fischereischein = Schwarzangeln (Ordnungswidrigkeit, Bußgeld)
  • Ohne Erlaubnis des Gewässerbesitzers = Fischwilderei (§ 293 StGB, Straftat)
  • Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbegrenzungen sind einzuhalten
  • Tierschutz: waidgerechtes, schmerzarmes Töten ist Pflicht

🔓 Ausnahmen

  • Brandenburg: Friedfischangeln ohne Prüfung möglich (mit Abgabe/Marke)
  • Mecklenburg-Vorpommern & Schleswig-Holstein: befristeter Touristenfischereischein ohne Prüfung
  • Bremen: „Stockangelrecht"; Niedersachsen: an freien Küstengewässern kein Fischereischein nötig

⚠️ Strafen & Bußgelder

Schwarzangeln ohne Fischereischein ist je nach Bundesland eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld von etwa 80 € bis 75.000 €. Das Angeln ohne Erlaubnisschein des Gewässerbesitzers ist Fischwilderei nach § 293 StGB und kann mit Geldstrafe oder bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden; Ausrüstung und Fang können eingezogen werden.

📎 Offizielle Quellen

Zuletzt geprüft: 2026-06-20

❓ Häufige Fragen

Brauche ich zum Angeln einen Angelschein?

In den meisten Fällen ja: einen Fischereischein nach bestandener Prüfung und zusätzlich einen Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer. Ohne diese Papiere ist Angeln in der Regel verboten.

Was kostet Schwarzangeln?

Je nach Bundesland ein Bußgeld zwischen rund 80 und 75.000 €. Angelst du ohne Erlaubnis des Gewässerbesitzers, ist es Fischwilderei (§ 293 StGB) — bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe, plus Einziehung von Ausrüstung und Fang.

Wo darf ich ohne Prüfung angeln?

In einigen Ländern mit Ausnahmen: Brandenburg erlaubt Friedfischangeln ohne Prüfung, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bieten einen befristeten Touristenfischereischein, Bremen hat das Stockangelrecht und in Niedersachsen brauchst du an freien Küstengewässern keinen Fischereischein.

Wie bekomme ich einen Fischereischein?

Du absolvierst einen Vorbereitungskurs und legst die Fischerprüfung (Theorie und Praxis) ab. Mit dem Prüfungszeugnis stellt dir das zuständige Ordnungsamt den Fischereischein aus.

Was muss ich beim Fang beachten?

Schonzeiten, Mindestmaße und Fangmengen je Gewässer und Art einhalten und gefangene Fische waidgerecht und schmerzarm töten. Verstöße gegen Tierschutz- und Schonregeln werden gesondert geahndet.

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