Festpreis oder dynamischer Stromtarif (stündlich) in Deutschland: was passt zu mir?
Ein Festpreis bleibt für die vereinbarte Zeit gleich. Ein dynamischer Tarif folgt Stunde für Stunde dem Börsenstrompreis: Er kann günstiger sein, wenn du deinen Verbrauch verschiebst, und teurer zu Spitzenzeiten.
📜 Die Regeln in Deutschland
Festpreis und dynamischer Tarif
Seit 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant Kunden mit intelligentem Messsystem einen dynamischen Tarif anbieten. Lieferanten mit mehr als 200.000 Kunden müssen zusätzlich einen Festpreisvertrag mit mindestens zwölf Monaten fester Laufzeit anbieten.
- Beim dynamischen Tarif folgt der Arbeitspreis dem Börsenpreis: günstig bei niedrigen Börsenpreisen, teurer wenn sie steigen. Du brauchst ein intelligentes Messsystem – frag deinen Messstellenbetreiber oder Lieferanten. (bundesnetzagentur.de)
- Vor Vertragsschluss muss der Lieferant dich über Kosten, Vorteile, Nachteile und Risiken des dynamischen Tarifs informieren und dir eine kurze, verständliche Zusammenfassung der wichtigsten Vertragsbedingungen geben. (gesetze-im-internet.de)
- Der Wechsel in einen dynamischen Tarif gibt dir kein Sonderkündigungsrecht für deinen bisherigen Vertrag – es gelten die normalen Kündigungsfristen. (bundesnetzagentur.de)
🪜 Schritt für Schritt
- Schau dir deinen Verbrauch anEin dynamischer Tarif passt, wenn du Verbrauch in günstige Stunden legen kannst, etwa mit E-Auto, Wärmepumpe oder Zeitschaltuhr. Du brauchst dafür einen Smart Meter.
- Prüf, was angeboten wirdUnten steht, was in Deutschland für Festpreis- und dynamische Verträge gilt und wer sie anbieten muss.
- Risiken und Bedingungen lesenVor Vertragsabschluss muss dir der Anbieter Kosten und Risiken eines dynamischen Tarifs erklären. Achte auf die Kündigungsfrist und mögliche Gebühren bei vorzeitiger Kündigung.
- Nach ein paar Monaten Bilanz ziehenVergleiche deine Rechnungen mit dem, was ein Festpreis gekostet hätte. Wechseln kannst du wieder zu den Bedingungen deines Vertrags.
📇 An wen du dich wendest
❓ Fragen
Ist ein dynamischer Tarif günstiger?
Nur wenn du viel Strom verbrauchst, während die Preise niedrig sind. Zu Spitzenzeiten kann er deutlich teurer sein als ein Festpreis.
Brauche ich einen Smart Meter?
Ja. Für Stundenpreise braucht es einen Zähler, der deinen Verbrauch pro Stunde oder Viertelstunde erfasst.
Kann ein Festpreis trotzdem steigen?
Während der vereinbarten Festpreis-Zeit normalerweise nicht, aber Steuern und Netzentgelte können sich ändern. Die Regeln für Deutschland findest du auf dieser Seite.
📎 Quellen
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